Melina Meyer:
Kontrolle bedeutet nichts Negatives.

Ein Erfahrungsbericht zum Umgang mit Abhängigkeit

Seit knapp 1,5 Jahren habe ich innerhalb meines Unternehmens eine Führungsposition übernommen und ich hätte nie gedacht, wie viel Zeit das Thema „Führung an sich“ tatsächlich in Anspruch nimmt. Fast 40-60 % meiner Zeit der Ansprechpartner für meine Mitarbeiter zu sein, brachte mein Zeitmanagement zu Beginn ziemlich durcheinander.

Eine Feststellung begegnet mir sehr häufig innerhalb meines Arbeitsalltags als Abteilungsleitung: „Motivation misst man am Ergebnis.“ Dieser Fokus lässt mich in der Kommunikation mit meinem Team sehr zielorientiert bleiben. So genannte Status-Update-Termine (Kontrolltermine) helfen sowohl den Mitarbeitern als auch mir sehr, innerhalb des jeweiligen Projektes nie den Fokus auf das Ergebnis zu verlieren. Doch zuerst musste ich verstehen, dass Kontrolle nichts Negatives beinhaltet, sondern viel mehr dazu dient, dass sich der Mitarbeiter wahrgenommen fühlt.

Das klassische, altbekannte „Laufenlassen“ ist ein Zeichen für Vertrauen, das mag in bestimmten Fällen sicherlich stimmen und zeigt eine gute Intention, kann aber auch häufig eine negative Wirkung zu Folge haben, denn jeder möchte für seine geleistete Arbeit auch Anerkennung erhalten und wahrgenommen werden.

Darum gilt für mich immer: Reaktionen können täuschend sein, deshalb:
„Don´t focus on reactions, focus on results“.

Dies ist der Erfahrungsbericht von Melina Meyer zum Umgang mit Abhängigkeit. Melina Meyer arbeitet als Abteilungsleiterin bei der EK/servicegroup in Bielefeld.

Hat dich der Erfahrungsbericht inspiriert? Frag dich doch am besten mal selbst:

  • Wie viel Freiraum lasse ich meinen Mitarbeitern?
  • Wie häufig setze ich Kontrolltermine fest?